Schulprogramm der Grund- und Oberschule Großbeeren
1. Allgemeine pädagogische Orientierung:
Wir, die Lehrer der Grund- und Oberschule Großbeeren stellen uns die Aufgabe, unsere Kinder und Jugendlichen mit anwendungsbereitem Wissen auszurüsten und ihnen Selbstständigkeit und Toleranz zu vermitteln. Sie werden vertraut gemacht mit der Lebensweise und dem Kulturgut der Welt.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Vermittlung und die besondere Förderung der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen über den gesamten Zeitraum des Lernens an unserer Schule.
Deshalb ist ein Profilschwerpunkt die Lesebetonung.
Unbestritten muss Schule den Schülern solides Grundwissen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, damit diese ihre Umwelt verstehen und ihr Leben gestalten können.
Schule hilft auch, eine eigene Überzeugung vom Sinn des Lebens zu finden und Maßstäbe für das Zusammenleben zu entwickeln. Denn in einer sich wandelnden und häufig unüberschaubaren Gesellschaft werden schon an den jungen Menschen hohe Anforderungen gestellt.
Orientierungshilfe und die Vermittlung von Sozialkompetenzen bilden deshalb weitere Schwerpunkte unserer Arbeit.
Wir wollen Schüler mit ihren Nöten und Freuden ernst nehmen, ihnen zuhören und Hilfe anbieten.
Obwohl dies kein neuer Prozess ist, spüren wir jedoch täglich, wie Kinder durch ihre unterschiedlichen Lebensbedingungen, Interessen, Wertvorstellungen und Verhaltensweisen unsere pädagogische Zuwendung und Unterstützung brauchen.
Wir wollen die Schule zu einem Ort machen, an dem mit Freude gelernt werden kann und wo verschiedene Lernformen gleichberechtigt nebeneinander stehen.
1.1. „Jeder nach seiner Fasson ...?“
Einerseits ist die Erziehung zu Toleranz gegenüber ausländischen und/oder religiös andersgläubigen Mitbürgern sowie gegenüber Andersdenkenden ein in einer Demokratie selbstverständlicher Erziehungsschwerpunkt der Schule. Andererseits wird aber nicht außer Acht gelassen, dass zu viel Toleranz gegenüber seiner Umwelt auch in Gleichgültigkeit und Desinteresse münden kann. Gerade in Zeiten der zunehmenden Globalisierung, die für viele verbunden ist mit Entsolidarisierung und Egoismus, wird versucht, den Schülern ein Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt zu vermitteln. Die Gestaltung eines toleranten, gewaltfreien und fürsorglichen Miteinanders in der Gesellschaft und innerhalb des schulischen Lebens, das Schüler und Lehrer gleichermaßen betrifft, ist Ziel der gemeinsamen Tätigkeit.
1.2. Nicht für die Schule lernen wir
Ziel des Unterrichts ist, die Schüler gemäß ihren individuellen Fähigkeiten auf die selbstständige und eigenverantwortliche Gestaltung ihres Lebens vorzubereiten.
Es wird hierbei darauf geachtet, dass die unabdingbar notwendigen kognitiven Fähigkeiten nicht isoliert und sinnentleert vermittelt werden. Wann immer es möglich ist, wird an die reale Lebenswelt der Schüler angeknüpft und so weitestgehend versucht, von den Interessen der Schüler auszugehen. Den Schülern soll bewusst werden, warum sie was lernen und wozu es ihnen jetzt oder auch später nützlich ist. Es wird Wert darauf gelegt, die Einsicht zu vermitteln, dass die im Unterricht erworbenen Kenntnisse helfen, die eigene Umwelt besser zu verstehen und das eigene Leben eigenverantwortlich zu gestalten und so diese Kenntnisse nicht als notwendiges, aber eigentlich überflüssiges Übel zum Erreichen einer bestimmten Zensur anzusehen.
Um dieses Ziel zu verwirklichen, wird in Zusammenarbeit mit Kollegen unterschiedlicher Fachbereiche darauf geachtet, möglichst häufig fächerübergreifenden Unterricht zu gestalten und so den praktischen Lebenszweck von Lerninhalten in ihrer Ganzheitlichkeit abgelöst von einem bestimmten Unterrichtsfach aufzuzeigen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Schule ist in diesem Zusammenhang unser Prinzip „Schule außerhalb der Schule“. Wann immer es möglich und sinnvoll ist, wird versucht, den Schülern den Unterrichtsinhalt mittels direkter Begegnungen in Form von Unterrichtsgängen und Exkursionen zu vermitteln und so den realen Lebensbezug herzustellen.
Auf der anderen Seite werden diese Begegnungen auch innerhalb der Schule ermöglicht, indem immer wieder auch schulfremde Experten in den Unterricht gebeten werden, die den Schülern aus ihrem Alltag berichten.
1.3. Freiheit und Verantwortung
Die Schule gibt Freiheit in dem Maß, in dem Verantwortung getragen werden kann. Wer mitentscheiden will, muss Verantwortung übernehmen. Wer Freiheit beansprucht, muss Regeln anerkennen und befolgen. Festgelegt sind diese Regeln des Zusammenlebens in der Hausordnung unserer Schule, den Verordnungen des MBJS und dem Brandenburgischen Schulgesetz..
1.4. Fairer Umgang miteinander
Menschen leben in vielfältigen Beziehungen zueinander und miteinander. Kinder müssen lernen, auch in komplexen und eventuell konfliktbehafteten Situationen zu einer Verständigung zu kommen. Dabei gilt in der Schule:
Kritik ist erwünscht, wenn sie zur Besserung der schulischen Atmosphäre beiträgt. Wer kritisiert, sollte sich im Klaren sein, was er mit dieser Kritik verbessern will. Dann hilft die Kritik allen. Wer kritisiert, um Menschen zu beleidigen, hilft niemandem. Wir achten auf einen sachlichen Umgangston. Konflikte müssen gewaltfrei gelöst werden.
1.5. Gesellschaft und Umwelt
Die Schule setzt sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinander.
Um sich heute in unserer pluralistischen Gesellschaft zu Recht zu finden, brauchen Kinder und Jugendliche soziale Handlungsdispositionen. In der Auseinandersetzung mit der eigenen Person und mit ihrer Umwelt müssen junge Menschen ihre eigene Identität entwickeln und lernen sozial verantwortlich zu handeln. Wir möchten unsere Schüler auf das Leben vorbereiten, indem wir
- ein soziales, ökologisches und demokratisches Bewusstsein schaffen
- Strategien zur gewaltfreien und konstruktiven Konfliktlösung aufzeigen und einüben
- kommunikative Kompetenzen vermitteln
- Toleranzfähigkeit und Empathie fördern
- Grundkenntnisse über die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen vermitteln
- die Schüler zu einem sinnvollen Umgang mit verschieden Medien anleiten.
1.6 Die Zusammenarbeit
Die Schule braucht das Vertrauen und die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern, Schülerinnen und Schülern.
Offene Gespräche und vielfältige Formen von Zusammenarbeit aller an der Schule Beteiligten sind nötig, um gute Lernbedingungen zu schaffen.
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Teil 2: Gestaltung des Schullebens |
2.1 Schule als Ort des Lebens
Unsere Kinder verbringen einen großen Teil des Tages in der Schule. Deshalb ist es uns wichtig, dass sie sich dort wohl fühlen.
Das persönliche Gespräch, die persönliche Zuwendung und die Beachtung als menschliches Individuum sind immer noch die besten pädagogischen Rezepte. Hierzu ist der Aufbau persönlicher Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern unerlässlich. Durch vielfältige schulische und auch gemeinsame außerschulische Aktivitäten (z. B. Schülerfahrten, Schulfeste) erfahren die Schüler die Schule als Ort des gemeinsamen Miteinander-Lebens, in dem jeder Schüler seinen individuellen Platz findet. Angesichts des immer weiter fortschreitenden Wegfalls sozialer Bindungen und der negativen Individualisierung der Lebenswelt der Schüler (z. B. durch Computer-Spiele, Fernsehen) versteht sich unsere Schule auch als Ort der Geborgenheit für die Schüler, an dem positive Erfahrungen aktiv gemeinschaftlich erlebt werden.
Das Profil unserer Schule zeichnet sich durch die Konzentration auf die Vermittlung und verstärkte Förderung der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen mit dem Schwerpunkt der Lesebetonung aus.
Außerdem sollen die Schüler bei ihrer Suche nach Orientierung in der pluralen Gesellschaft unterstützt und ihnen soziale Kompetenzen vermittelt werden.
Die Gestaltung des Unterrichts und die Organisation des Schulalltags orientieren sich an diesen Zielsetzungen.
2.1. Lesen, lesen, lesen!
Die Verwendung modernster elektronischer Medien sowie der klassischen Lehrbücher aller Fächer setzt eine gut ausgebildete Lesefähigkeit voraus, um Aufgabenstellungen zu erschließen und selbstständiges Lernen zu ermöglichen.
Zahlreiche Studien belegen, dass mangelhafte Lesefähigkeit proportional mit schulischen Problemen bis hin zur Schulverweigerung verknüpft ist.
In diesem Sinne erhält die Lesekompetenz eine besondere Bedeutung für den gesamten Lernprozess.
2.1.1
Lesen macht Spaß
Für eine Weiterentwicklung der Förderung der lesestarken und leseschwachen Schüler arbeiten Elternhaus und Schule als Einheit zusammen, begreifen den Prozess als vorrangig und begleiten ihn aktiv auch in den Freizeitbereich hinein. Im Mittelpunkt steht hierbei die Nutzung vielfältiger Motivationsmöglichkeiten unserer Schüler unter dem Motto: „Lesen macht Spaß“.
In diesem Zusammenhang ist die Ausbildung anwendungsbereiter Lesetechniken und Lesestrategien gleichermaßen wichtig. Dies kann der Literaturunterricht erreichen, indem Texte, Interpretationsschwerpunkte und Arbeitsaufträge an den Erfahrungen und Interessen der Schüler orientiert sind und Bedeutsamkeit für sie versprechen.
Die eingesetzten Methoden müssen in starkem Maße das Ziel verfolgen, die eigenen Lernwege der Schüler zu unterstützen und ihre Lernautonomie zu stärken. Schüler analysieren und interpretieren nicht nur sondern werden selbst aktiv, indem sie Texte umschreiben, ergänzen, erweitern, verkürzen, szenisch darstellen oder in anderer Weise spielerisch mit ihnen umgehen. Gleichzeitig wird eine höhere Selbstständigkeit im Lernen und eine höhere Ich – Beteiligung erzielt.
2.1.2. Lesen in allen Fächern.
Zur Realisierung des gestellten Ziels, die Lesekompetenz zu stärken und zu erweitern, bedarf es der konzeptionellen Arbeit der Lehrer in allen Fachbereichen. Allgemein gilt in jedem Fach die Nutzung sämtlicher Lesesituationen zuerst durch die Schüler. Dazu gehört für jeden Klassenraum die Einrichtung von Bücherkisten bereits ab der 1. Klasse in enger Kooperation mit der Gemeindebibliothek.
Wettbewerbe, Buchvorstellungen, Leseabende und –nächte, der Besuch von Bibliotheken in Potsdam und Berlin, Arbeitsgemeinschaften wie z.B. die Theater-AG, die Einrichtung sowie die Gestaltung eines Leseraumes und das Einladen von Autoren runden das Angebot ab.
2.2.
Orientierung finden
In einer Gesellschaft, in der wissenschaftliche Erkenntnisse, globale Verflechtungen und multikulturelle Einflüsse eine Vielzahl von Handlungsoptionen eröffnen ist Orientierung schwierig und notwendig zugleich. Es ist deshalb ein wichtiges Anliegen den heranwachsenden Menschen Orientierungshilfen zu geben, die es ihnen ermöglichen ihr eigenes Leben zu gestalten und verantwortlich an gesellschaftlichem Leben teil zu haben.
Dazu brauchen Schüler Impulse zur Auseinandersetzung mit Werten und Weltanschauungen und Gelegenheit zum Einüben demokratischer Strukturen.
2.2.1. Eigene Werturteile finden.
Impulse gibt selbstverständlich der Unterricht in allen Fächern, besonders jedoch der Deutschunterricht, die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer sowie LER oder der Religionsunterricht. In diesen Fächern ermutigen die Lehrer die Schüler zu Fragen und zur kritischen Auseinandersetzung.
Im Rahmen des Konzepts der Lesebetonung wird durch den produktiven Umgang mit verschiedenen Textsorten und die Auswahl identifikationsstiftender und zur Distanz herausfordernder Texte, die sowohl den Alltagserfahrungen der Schüler entsprechen, als auch andere Lebensbereiche tangieren, Angebote geschaffen, sich zu äußern, sich Auseinanderzusetzen, zu streiten, viele Wahrheiten zu hören, die eigenen Auffassungen zu relativieren, Zusammenhänge zu erkennen und herzustellen und so zu eigenen Werturteilen zu gelangen.
2.2.2 In Dialoge eintreten
Um Schülern die Gelegenheit zu geben in den aktiven Dialog mit Menschen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zu treten, nutzen wir an unserer Schule vielfältige Gelegenheiten. Dazu gehören Exkursionen ebenso wie klasseninterne oder klassenübergreifende Projekte bei denen Schüler auch in Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern oder Kulturen kommen können
2.2.3 Mitbestimmung und Akzeptanz von Regeln
Als Richtlinie für das Zusammenleben in der Schule bildet unsere Hausordnung ein begründetes festes Regelsystem, an dem sich Schüler und Lehrer orientieren können. Im Rahmen der demokratischen Strukturen der Schule (Klassensprecherkonferenzen, Schulkonferenz) können die Schüler diese mitgestalten. Sie haben so die Möglichkeit ihre Anliegen vorzubringen und sich dafür einzusetzen. Die enge Zusammenarbeit mit der Schulsozialstation bietet den Schülern einen zusätzlichen Ansprechpartner und weiteren Raum zur Umsetzung eigener Ideen. Dies schafft Motivation für Engagement.
Im Rahmen der Hausordnung erarbeiten die Klassen unter Einbeziehung des Klassenrats ihre Klassenregeln. Dabei lernen die Schüler Regeln zu akzeptieren und in ihrer Funktionalität zu verstehen.
2.3. Miteinander leben
Eine positive Lernatmosphäre ist abhängig von dem sozialen Miteinander der Schüler. Die Bereitschaft und die Fähigkeit sich mit anderen zu verständigen sind einerseits wichtige Vorraussetzungen für erfolgreichen Unterricht und können dort andererseits geübt und gefördert werden. Als Unterrichtsmethoden bieten sich hier Sozialformen, die Interaktionen zwischen den Schülern fördern, an; wie z.B. Gruppen- oder Partnerarbeiten.
Aber auch die Organisation und das Erleben gemeinsamer Projekte, Feste und Ausflüge sind wichtige Elemente zur Einübung von Verantwortungsgefühl, Kooperations- und Teamfähigkeit.
Die regelmäßige Zusammenkunft im „Klassenrat“ bietet zusätzlichen Raum zur Entwicklung von Empathie, Rücksicht und Toleranz und zur Erweiterung der kommunikativen Kompetenzen. Diese Elemente sind deshalb wichtige Bestandteile unseres Schulalltags.
Darüber hinaus ist geplant in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit an unserer Schule ein Streitschlichterprogramm einzurichten.
Um das Konfliktpotential besonders in den Pausen zu minimieren, gibt es an unserer Schule die „aktive Pause“.
Auch hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten zum sozialen Lernen.
2.3.1. Klassenrat
Der Klassenrat ist eine institutionalisierte, regelmäßige Zusammenkunft aller Schüler einer Klasse mit deutlich strukturiertem Ablauf und klarer Rollenverteilung. Der Klassenrat findet einmal im Monat oder aus aktuellem Anlass statt. Die Schüler und der Lehrer versammeln sich im Stuhlkreis. Moderation des Klassenrats wird abwechselnd von verschiedenen. Schülern übernommen. Jedes Mitglied der Klasse hat ein Vorschlags- und Antragsrecht. Auch der Lehrer gilt als gleichwertiges Mitglied des Klassenrats.
2.3.2. Streitschlichter
Allgemeines Ziel des Streitschlichterprogramms ist es, Kinder zu befähigen, Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Durch die Vermittlung von Grundregeln der Mediation und entsprechender Erweiterung der Handlungskompetenzen werden Schüler von hierfür qualifizierten Personen zu „Streitschlichtern“ ausgebildet. In besonderen Trainingseinheiten lernen sie mit Konflikten in einer anderen kreativen Weise umzugehen und in Konfliktsituationen bei anderen Kindern und Jugendlichen zu vermitteln. Die ausgebildeten Streitschlichter erhalten für ihre Arbeit die notwendige Zeit und einen Raum, der als Anlaufstelle für alle Schüler dient.
2.3.3. Aktive Pause
Ein Anliegen der „Aktiven Pause“ ist es den Kindern in den Zeiten zwischen dem Unterricht Möglichkeiten zu geben, ihr Bedürfnis nach Spiel und Bewegung mit entsprechenden Materialien und Geräten sinnvoll umzusetzen. Die Schulhofgestaltung und die zur Verfügung gestellten Spielmaterialien schaffen vielfältige Begegnungs- und Spielmöglichkeiten. Die Abläufe der aktiven Pause werden von den Kindern mitgestaltet und die Ausgabe der Materialien weitestgehend selbstständig organisiert.
2.4. Gestaltung der Räume
Wir gestalten unseren Arbeitsplatz Schule so, dass wir uns hier gerne aufhalten. Jede Klasse überlegt, wie sie ihren Klassenraum einrichtet, um das Lernen und Wohlfühlen zu fördern. Die Klassen 1-3 bestimmen ein Motto für mindestens ein und maximal drei Schuljahre, nach dem sie ihren Klassenraum miteinander gestalten. Entsprechend dieses Mottos werden die Räume benannt und eingerichtet. Die Klassen besprechen gemeinsam die Regeln des Zusammenlebens im Klassenraum und hängen diese im Klassenraum aus. So werden Zusammengehörigkeitsgefühl und Identifikation mit der Lerngruppe hergestellt.
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Teil 3 Der Unterricht |
Der Schüler mit seinen individuellen Fähigkeiten und Neigungen und seiner Persönlichkeit steht im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit.
Wir gehen jedoch davon aus, dass es keine allen Anforderungen an Unterricht und den individuellen Lernvoraussetzungen aller Schüler gerecht werdende Unterrichtsmethode gibt.
Der Lernprozess muss in vernünftiger zeitlicher Relation zum Lernerfolg und Wissens- und Kompetenzzuwaches der Schüler stehen. Aus diesem Grund sollen verschiedene Unterrichtsmethoden flexibel eingesetzt werden so zum Beispiel: bevorzugt die Methode des Frontalunterrichts in Phasen des Wissenserwerbs, offenere Unterrichtsformen in Phasen der Festigung, bei denen Sozialkompetenzen erworben und geübt werden können.
Zugunsten einer konsequenten Vermittlung grundlegender Fähigkeiten, wie Lesen, Schreiben, Rechnen, befürworten wir eine leistungsorientierte Unterrichtsführung.
Lernerfolg ist jedoch immer abhängig von Lernbereitschaft. Deshalb wollen wir die Freude und Neugier der Kinder am aktiven Lernen erhalten und fördern und gestalten unseren Unterricht in abwechslungsreicher Form.
Die Fachkonferenzen unserer Schule haben schulinterne Lehrpläne entwickelt. Diese enthalten die verbindlichen Inhalte der neuen Rahmenlehrpläne und an den Voraussetzungen und Zielen unserer Schule angepasste fakultative Schwerpunkte.
Frontalunterricht
Arbeit in einer kleinen Gruppe-Teamfähigkeit
Arbeit mit dem Wochenplan
Werkstattarbeit
Arbeit in verschiedenen Sozialgruppen-Einzel-Partner-Gruppenarbeit
Klassen- und fächerübergreifender Unterricht, z.B. Neigungsunterricht in Klasse 5 u. 6, Wahlpflichtunterricht in der Sek.1
Lernen an Stationen
in den Klassen 5/6 können wir im Neigungsunterricht zum Beispiel im Schuljahr 2007/2008 folgende Angebote machen:
§ Holzbau
§ Geschichte
§ Chor
§ Töpfern
§ Russisch
§ Sport
§ Informatik
§ Naturwissenschaften
Besondere Schwerpunkt im Unterricht ist die Erziehung zur Leistungsbereitschaft der Schüler
Teilnahme an Wettbewerben - Matheolympiade, Vorlesewettbewerb, Mal- und Zeichenwettbewerbe, Sportvergleiche, Umweltprojekte
Um die Schüler besser auf die Anforderungen der höheren Jahrgangsstufen vorzubereiten, werden Hausaufgaben regelmäßig aufgegeben und kontrolliert. Hausaufgaben können bewertet werden.
Dort, wo sich die Möglichkeiten für einen praxisbezogenen Unterricht bieten, wollen die Lehrer die Erfahrungen der Eltern nutzen
Die Schüler lernen den Umgang mit dem Computer und seinen Gebrauch im Dienste der Wissensvermittlung. Viele Fächer arbeiten mit Lern -CDs. Die Schüler nutzen das Internet als Portal für ihre selbstständige Wissenserweiterung.
Ein Ziel der Oberschule ist die Vorbereitung geeigneter Schüler auf die gymnasiale Oberstufe
Einen hohen Stellenwert in unserer pädagogischen Arbeit hat die Vorbereitung der Schüler auf den Eintritt in das Berufsleben.
Wir besuchen mit den Schülern Betriebe in der Region.
Die 8. Klassen verbringen einen Unterrichtstag in der Lehranstalt für Gartenbau und Floristik (LAGF) in Großbeeren, um sich einen Überblick über das Berufsbild des Gärtners zu verschaffen. Sie werden von den Mitarbeitern und Azubis über die 7 Fachrichtungen des Gärtnerberufes und das Aufgabengebiet des LAGF informiert. Die Schüler üben sich in praktischen Tätigkeiten, wie Baumpflege, Wegebau, Gewächshausbepflanzung, Vermessung von Strecken.
In der Schule wird neben den beiden Betriebspraktika in Klasse 9 und 10 ein Dialog Wirtschaft und Jugend für die Schüler der 10. Klassen durchgeführt. Vertreter von kompetenten Unternehmen des Ortes präsentieren ihren Betrieb in einer Diskussionsrunde und bei Einzelgesprächen. Die Schüler werden über die geforderten Anforderungen in den Betrieben informiert und sie haben die Möglichkeit sich vorzustellen.
Mit Beginn der 9. Klasse finden regelmäßige Berufsberatungen durch Frau Zocher von der Arbeitsagentur Zossen im Klassenverband und in individuellen Beratungsgesprächen statt.
Auch die Eltern werden in der 1. Elternversammlung der 9. Klasse über die Berufsberatung an der Schule von Frau Zocher informiert.
Im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik verfassen die Schüler Bewerbungsschreiben und lernen verschiedene Berufsbilder kennen. Sie absolvieren ein Bewerbertraining.
Die 9.Klassen machen einen Projekttag „Berufsorientierung“ in das mobile Berufsberatungszentrum in Zossen.
Die 10.Klassen fahren in die Autostadt Wolfsburg und lernen einen Großbetrieb kennen.
Die Schule sucht (weitere) geeignete Partner um Mittel der „Initiative Oberschule“ vor allem zur Berufsorientierung und -vorbereitung nutzen zu können.
Außerdem bemüht sich die Schule um ein möglichst weit gefächertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften aus allen Fach- und Lebensbereichen, die auch in Kooperation mit Eltern und anderen Partnern durchgeführt werden, wie zum Beispiel Schach, Theaterspiel oder Sport.
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Teil 5: Zusammenarbeit mit den Eltern |
Wir legen Wert auf die Einbeziehung und möglichst aktive Beteiligung der Eltern am Schulleben. Wir bieten den Eltern damit die Gelegenheit, sich an mehreren Elternabenden im Schuljahr über geplante Aktivitäten der Schule und der Klasse zu informieren, aber auch Probleme mit dem Klassenlehrer und den Eltern zu diskutieren. Zusätzlich haben unsere Eltern mit ihren Kindern an wenigstens vier über das gesamte Schuljahr verteilten Sprechtagen die Möglichkeit, sich individuell mit Fach- und Klassenlehrern zu beraten. Bei Bedarf sind gesonderte Gesprächstermine selbstverständlich möglich.
Der Mitarbeit der Eltern in der Schule kommt heute bei der Erfüllung ihrer differenzierten Aufgaben grundlegende Bedeutung zu.
Nur wenn Eltern und Schule sich als Partner im Erziehungsprozess sehen, können schulische Bemühungen erfolgreich sein. Wir möchten eine elternfreundliche Schule sein.
Die Lehrer sind daran interessiert, Eltern für eine aktive Mitarbeit bei der Ausgestaltung des Schullebens zu gewinnen.
Dadurch können Teile des Unterrichts praxisbezogen und lebensnah gestaltet werden.
Die Eltern unterstützen die Schüler und Lehrer bei der Durchführung von Projekttagen oder einzelnen Projekten, Wandertagen und bei der Betreuung bei Klassenfahrten. Eltern haben die Möglichkeit und die Pflicht, sich ständig über den Entwicklungsstand ihres Kindes zu informieren.
Der Förderverein der Schule unterstützt unsere Schule im Rahmen seiner finanziellen und praktischen Möglichkeiten bei der Organisation und Durchführung besonderer Aktivitäten.
Am 24.06.2008 durch die Schulkonferenz beschlossen.